Flachdächer

Begehbare Flachdächer

Bei begehbaren Flachdächern kann der Belag in drei verschiedenen Ausführungsvarianten aufgebracht werden.

PLATTEN IN GEBUNDENER AUSFÜHRUNG

Auf der Abdichtung werden als Trennlage zwei PE-Folien mit Schutzvlies lose verlegt. Auf der Drainagematte wird eine Drainbetontragschicht der Dicke 8 bis 10 cm angeordnet. Hierauf folgt ein etwa 4 cm dickes Mörtelbett, in welchem die Platten verlegt werden.

Im Abstand von 3 m und zusätzlich an den Randanschlüssen sind Dehnungsfugen vorzusehen, um temperaturbedingte Längenänderungen auszugleichen. Die Dehnungsfugen reichen vom Belag bis in die Drainbetontragschicht und sind mit einem dauerelastischen Material (z. B. Bitumenverguss) zu verfüllen. Für eine in Mörtel gebundene Ausführung müssen geeignete Werksmörtelmischungen verwendet werden.

PLATTEN IN KONVENTIONELLER AUSFÜHRUNG

Das Bettungsmaterial wird auf einer Drainagematte mit Filtervlies aufgebracht. Optional ist eine Tragschicht als Höhenausgleich möglich. Die Platten werden auf der Bettung (Korngruppe 0/5) verlegt und mit identischem Material verfugt. Die Dicke der Bettung sollte im verdichteten Zustand 4 +/- 1 cm betragen. Die Fugenbreite beträgt 4 +/- 1 mm.

PLATTEN AUF STELZLAGERN

Ein Aufbau mit Stelzlagern gelingt leicht. Die mindestens 4 cm dicken Platten werden lose auf den vorgefertigten Stelzlagern verlegt. Für Bereiche mit intensiver Nutzung empfehlen sich aufgrund der Lagestabilität höhere Bauteildicken.

Die Auflagerflächen der Stelzlager müssen groß genug sein, um die aus dem Eigengewicht der Platten und der Verkehrslast resultierenden Punktlasten schadensfrei auf die Unterlage übertragen zu können. Evtl. sind Maßnahmen gegen Trittschallübertragung erforderlich.

Höhenjustierbare Stelzlager ermöglichen eine einfache Höhenanpassung beim Verlegen. Ebenso ist der Einsatz von höhengenauen, kalibrierten Platten empfehlenswert.