Pflastersteine & Platten

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Tragschicht

Die Tragschicht hat die Aufgabe, die Lasten aus der Pflasterdecke zu verteilen und an den Untergrund weiterzuleiten.

Zwei Ausführungsarten werden unterschieden:

  • Ungebundene Ausführung (Kies- und Schottertragschichten)
  • Gebundene Ausführung (Drainbeton- und Asphalttragschichten)

Die ungebundene Ausführung ist die Regelbauweise für Pflasterdecken und wird am häufigsten verwendet.

Ungebundene Ausführung

Tragschichten müssen tragfähig und standfest sein. Zudem müssen sämtliche Schichten wasserdurchlässig (Durchlässigkeitsbeiwert Kf > 5,4 x 10-5 m/s) konzipiert  sein, um das Oberflächenwasser durch den Oberbau hindurch nach unten abführen zu können.

Material:

Mineralstoffgemische der Körnung 0/32 oder 0/45 sind empfehlenswert. Die Sieblinie sollte im mittleren bis unteren zulässigen Sieblinienbereich der TL-SoB verlaufen. Zur Gewährleistung einer ausreichenden Wasserdurchlässigkeit und Frostsicherheit sollten die abschlämmbaren Bestandteile (Korndurchmesser < 0,063 mm) höchstens 5 M.- % der Sieblinie betragen.

Transport und Einbau:

Das Baustoffgemisch muss gleichmäßig gemischt und gleichmäßig durchfeuchtet geliefert werden. Werden Entmischungen beobachtet, muss das Material mit dem Schild des Planiergeräts umgewälzt werden. Die Entmischungsneigung der Tragschichtmaterialien wird beim idealen Wassergehalt (Dpr) reduziert. Der günstige Einbauwassergehalt des Mineralstoffgemischs ist auch einzuhalten, um Verarbeitbarkeit und eine ideale Verdichtung zu gewährleisten.

Sowohl bei trockenem, warmem Wetter als auch bei Regen ist das Gemisch abzudecken, um eine Verdunstung des Wassers oder die Auswaschung kleiner Kornfraktionen zu verhindern.

Die Tragschicht wird mit dem gleichen Gefälle wie die Fläche ausgebildet. Auf einer 4 m langen Messstrecke dürfen Unebenheiten nicht größer als +/– 1 cm sein. Größere Unebenheiten können unter Verkehrsbelastung zu Verformungen der Deckschicht führen. Die Anforderungen an das Tragschichtmaterial, an die Verdichtung und Tragfähigkeit finden Sie in der ZTV-SoB.

Tipp: Die Ebenheit lässt sich sehr leicht überprüfen, indem eine Schnur über
die Tragschichtfläche gespannt wird. Überhöhungen oder Vertiefungen werden dann sofort erkannt und können beseitigt werden. Auch die Tragschicht wird sorgfältig mit einer schweren Rüttelplatte oder einer Vibrationswalze bis zur Standfestigkeit verdichtet.