Pflastersteine & Platten

Das Gefälle

Vor Beginn der Verlegearbeiten werden die Höhen und das Gefälle festgelegt und vor Ort gekennzeichnet. Pflastersteine und Platten aus Beton werden mit einer entwässerungswirksamen Neigung von mindestens 2,5 % eingebaut.

Das Gefälle wird so geplant, dass das Wasser vom Gebäude weg in einen Einlauf oder eine Entwässerungsrinne geleitet und dem Vorfluter zugeführt wird. 

Bild zum Thema Das Planum

Das Planum

Das Planum ist die Gründungsfläche der Trag- und Frostschutzschichten. Es muss eben sein und wird i. d. R. mit einem Quergefälle von 2,5 % ausgeführt. Bei  wasserempfindlichen Boden muss das Quergefälle auf 4 % erhöht werden.

Das Planum wird sorgfältig mit geeigneten Verdichtungsgeräten bis zur Standfestigkeit verdichtet. Der Verdichtungsgrad muss der ZTV-E entsprechen. Die Tragfähigkeit wird über den Plattendruckversuch nach DIN 18134 nachgewiesen. Das Verdichtungsmodul EV2 muss mindestens 45 MN/m² betragen. Höhere Verdichtungswerte wirken sich positiv auf die Tragfähigkeit der darüber liegenden Schichten aus.

Vor dem Einbau des Oberbaus muss eine Abnahme des Planums durchgeführt werden. Erfüllt der anstehende Boden die Tragfähigkeitsanforderungen nicht, ist entweder eine Bodenverbesserung bzw. -verfestigung durchzuführen oder die Dicke der Tragschichten zu erhöhen (Bodenaustausch).

Tipp: Schwächen der Standfestigkeit kann man u. a. erkennen, wenn ein schwerer Lkw Fahrspuren hinterlässt.