Mauerscheiben

Bild zum Thema Hinterfüllung

Hinterfüllung

Als Hinterfüllmaterial eignen sich ausschließlich Kies, Kies-Sand-Gemische oder Schotter. Die Materialien müssen den Bodenkennwerten entsprechen und filterstabil zum angrenzenden Boden sein. Gegebenenfalls muss die Filterstabilität mit einem Geotextil hergestellt werden.

Verdichtung

Die Hinterfüllung ist lagenweise einzubringen und händisch durch Stampfen zu verdichten. Werden schwere Verdichtungsgeräte eingesetzt, müssen Hochlast-Mauerscheiben verwendet werden. In jedem Fall ist beim Verdichtungsvorgang ein Mindestabstand von ca. 30 cm zur Mauerscheibe einzuhalten.

Drainage

Das Material für Tragschicht und Hinterfüllung muss wasserdurchlässig sein. Die Hinterfüllung wird hinter dem Mauerscheibenfuß bis zur frostsicheren Gründung weitergeführt, damit Sickerwasser problemlos der Drainage zugeführt werden kann. Die Eigenschaften des Bodens hinter der Verfüllung sollten nahezu denen des Hinterfüllmaterials entsprechen. Im Zweifelsfall sind die Bodenkennwerte des anstehenden Geländes durch ein Bodengutachten zu bestimmen und mit den Annahmen der Statik zu überprüfen.

Am Fuß des Fundamentes ist zusätzlich ein ummanteltes Drainagerohr (als statische Vorgabe) vorzusehen. Hierüber wird ggf. Hangwasser abgeleitet. Hinter der Stützwand darf kein Wasserdruck entstehen.