Mauern Aufbauanleitungen Trento Mur Light

Bild zum Thema Versetzung
Trento Mur Light: Lagenwechsel

Versetzung

Die erste Lage

Die Mauer wird eingemessen und ihre Position auf dem Fundament aufgezeichnet (Abb. 1). Die erste Steinlage wird in eine etwa 1 cm dicke Mörtelschicht mittlerer Konsistenz gebettet. Sorgfältiges Arbeiten ist hier besonders wichtig. Die Mauersteine werden höhen-, flucht- und lotgerecht versetzt.

Tipp:

  • Zum Ausrichten der Steine kann man sich an der Markierung auf dem Fundament orientieren.

Die Steine sind mit einer Stoßfugenbreite von etwa 4 mm zu versetzen. Die Stoßfugen sollen durch Aufbringen von Mörtel stabilisiert werden. Eine knirsche Verlegung sollte vermieden werden, da sonst in den folgenden Lagen kein Längenausgleich mehr möglich ist.

Die Mauersteine müssen höhengleich, d. h. ohne Überstand, vermauert werden. Die Ebenheit wird auf jeder Lage mit einer Richtlatte kontrolliert. Zum Ausrichten der Steine können kleine Fliesenlegerkeile zu Hilfe genommen werden.

Nach dem Versetzen der ersten Reihe wird mit der Richtlatte die Ebenheit kontrolliert. Dabei sollte auch die Höhengleichheit über die Ecken überprüft werden (Abb. 2).

Dehnfugen sind nach den anerkannten Regeln der Technik zu berücksich­tigen.

Bild zum Thema Versetzung

Die weiteren Lagen

Bei den weiteren Lagen werden die Steine in einem Mittelbettmörtel (MG III) winkel- und fluchtgerecht versetzt. Der Mörtel wird auf den Lagerfugen mittels eines Zahnspachtels aufgebracht. Um die Steinflanken nicht zu verschmutzen, sollte man den Mörtel nicht bis zum Rand aufziehen, sondern jeweils ca. 1 cm Abstand lassen (Abb. 4). In der Praxis hat sich das Fixieren mit kleinen Fliesenlegerkeilen bewährt, um Höhenunterschiede der Mauersteine auszugleichen (Abb. 5).

Tipp:

  • Beim Herstellen von Endsteinen werden Überstände mit einem Meißel bzw. einem Maurerhammer großzügig entfernt (Abb 3).

Bau einer rechtwinkligen Ecke

Mauern mit Ecken werden immer von der Ecke ausgehend gesetzt. Ecken werden gebildet, indem lagenweise überbunden wird, d. h. abwechselnd wird erst der eine Mauerschenkel durchgelegt, in der nächsten Lage dann der andere. Jede Mauerseite wird in der Ecke mit einem kleinen Endstein ausgebildet und einem großen Endstein am geraden Schenkel abgeschlossen (Abb. 6).

Bei mehreren Ecken sollten die Verbandslösungen mit dem Steinbedarf vorab zeich­nerisch ermittelt werden. Bei Eckausbildungen müssen teilweise die bruchrauen Kanten mit einem Meißel nachgearbeitet werden.

Bild zum Thema Versetzung
Trento Mur Light - Eckausbildung